Version 2.0 - Das ist eine schwere Aufgabe

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Von Samsø 1.0 bis 2.0

Samsø 2,0“ beschreibt unsere Bemühungen, Samsø unabhängig von fossilen Brennstoffen zu machen.

Dafür haben wir sieben Zwischenziele festgelegt, welche sowohl greifbar als auch prozessorientiert und relational sind. Im unteren Abschnitt können Sie mehr über die sieben Zwischenziele erfahren.

Von 1998 bis 2008 hat sich die Energieakademie für den Übergang von fossiler zu erneuerbarer Energie eingesetzt. Das ist uns gelungen und Samsø und seine Bewohner können sich heute aus Sicht der Energiebuchhaltung, welche die jährliche Produktion und den Verbrauch vergleicht, als 100% autark bezeichnen.

Seit 2008 besteht nun der nächste, herausfordernde Schritt darin, die verschiedenen Technologien zu analysieren und zu überlegen, wie wir sie für eine umfassendere Umstrukturierung und einen höheren Grad an Autarkie einsetzen könnten. Mit anderen Worten streben wir nicht nur eine ausgewogene Energiebilanz, sondern auch eine dauerhafte lokale Energieproduktion und -nutzung an. Dies setzt voraus, dass ein politischer Rahmen für diese Veränderungen geschaffen wird und dass der Markt – durch seine Preisgestaltung – erneuerbare Energien unterstützt. Dafür müssen die Technologien ausgereift und im Vergleich zu dem bestehenden System wettbewerbsfähig sein.

In dem Prozess mussten wir auch das Vertrauen und den Glauben an die Zukunft stärken. Es existierte ein Bedarf nach entsprechenden Budgets und Finanzierungsangeboten. Wenn diese nicht da gewesen wären und die Wirtschaftslage kurzfristig und unsicher gewesen wäre, wäre auch die Unterstützung der Bevölkerung gering gewesen.

Für die Energieakademie bedeutet „Samsø 2.0“ eine Denkpause nach zehn aufregenden Jahren mit viel Arbeit, um das 1.0-Ziel von Samsø als Dänemarks „Insel für erneuerbare Energien“ zu erreichen. Wir brauchten Ruhe, um bedacht nach vorne schauen.

 

Was jetzt? Es hat sich gezeigt, dass wir die Ressourcen auf Samsø erneut analysieren müssen. Was steht uns zur Verfügung? Können wir Stroh in einem nachhaltigen System für die Wärmeerzeugung nutzen? Oder sollten wir lieber erneut umstrukturieren und das Stroh für Biogas verwenden, um dann den Strom aus den Windkraftanlagen für Wärmepumpen zur Heizung unserer Bezirke zu nutzen? Diese und viele andere Fragen haben wir uns für „Samsø 2.0“ gestellt.

Nach der Eröffnung unseres Gebäudes im Jahr 2007, hat sich die Energieakademie als Institution auf Samsø konsolidiert. Seitdem haben wir über unsere Insel und Dänemark hinaus auf die EU und den Rest der Welt geschaut, um Netzwerke aufzubauen und Partner*innen zu finden. Auf diese Weise haben wir unsere Projekte bzw. Aktivitäten gesichert, welche sonst Gefahr gelaufen wären, eingestellt zu werden.

Bei „Samsø 2.0“ geht es darum das Konzept der „Nachhaltigkeit“ zu überdenken und zu überarbeiten. Was bedeutet es für Samsø? Und was für Dänemark? 2009 haben wir an den spannenden Vorbereitungen für die Klimakonferenz der Vereinten Nationen COP 15 in Kopenhagen teilgenommen. Der Geschäftsführer der Energieakademie, Søren Hermansen, war Teil eines Beratungsgremiums für die dänische Ministerin für Klimawandel, Connie Hedegaard, und es wurden Schritte unternommen, um die Ergebnisse, die wir in Dänemark und auf Samsø erreicht haben, zu fördern.

Übergeordnete Ziele bis 2030

Ein Schaufenster sein:
Samsø soll ein Schaufenster für Wissen und Erfahrung aus Dänemark zu einem Energiesystem ohne fossile Brennstoffe sein und zeigen, wie effektive Energielösungen in eine Gemeinde eingeführt werden können.

Die Unterstützung der Gemeinde sicherstellen:
Wir wollen sicherstellen, dass die eingeführten Maßnahmen weiterhin von der Bevölkerung unterstützt werden und streben an, dass die Bevölkerung Miteigentümer der – von fossilen Brennstoffen unabhängigen – Insel werden.

Chancen ergreifen:
Wir wollen die Chancen nutzen, die sich aus der Etablierung nachhaltiger Lösungen ergeben – in der Regel durch den Einsatz bekannter und bewährter Technologien.

Eine internationale Perspektive haben:
Wir möchten aus internationalen Erfahrungen lernen und sicherstellen, dass wir für die Außenwelt zugänglich bleiben.

Die Ressourcen der Insel nutzen:
Wir wollen die natürlichen Ressourcen der Insel auf intelligente Weise nutzen.

Kompetenzen aufbauen und sichern:
Eine flexible Organisation der Initiativen soll aufrechterhalten, entwickelt und etabliert werden, damit eine zielorientierte Arbeit die beruflichen und menschlichen Kompetenzen der Insel bestmöglich nutzt.

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